Foto » Blind Dates « REGIE: LEVAN KOGUASHVILI

„Der georgische Film ist ein einzigartiges Phänomen – lebendig, philosophisch inspirierend, sehr weise, kindlich. Es ist alles drin, was mich zum Weinen bringt, und das ist nicht leicht.“ Federico Fellini

36. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 14. – 25. FEBRUAR 1986

PANORAMA | BLAUE BERGE ODER EINE UNWAHRSCHEINLICHE GESCHICHTE | REGIE: ELDAR SCHENGELAJA | UdSSR / Georgien 1984

Ein baufälliges Verlagsgebäude in Tiflis. Die Lektoren spielen Schach oder spinnen Intrigen, nur Manuskripte lesen sie nicht. In dieses Szenario platzt ein junger Angestellter mit seinem ersten Manuskript. Nach langer Zeit tritt der Lektoratsrat zusammen, um über das Manuskript zu beraten. Niemand hat es gelesen, jeder schließt sich der Meinung des Vorredners an: Über das Manuskript müsse beraten werden. Die Satire über Bürokratie, Spießertum, Faulheit und Schlendrian im real existierenden Sozialismus steigert sich in immer ritualisierter erscheinenden Wiederholungen zur absurd-surrealen Parabel.

Foto: Ausschnitte aus dem Film » Blaue Berge oder eine Unwahrscheinliche Geschichte« | Text: Kino Arsenal Berlin

WETTBEWERB | DIE REISE EINES JUNGEN KOMPONISTEN | REGIE: GIORGI SHENGELAYA | Drama, Komödie | Georgien 1984 / 1985 | Mit: Gia Peradze, Levan Abashidze, Zura Kipshidze, Rusudan Kvlividze, Ruslan Miqaberidze, Lili Ioseliani | Drehbuch: Erlom Akhvlediani Otar Chkeidze Giorgi Shengelaya | Darsteller: Gia Peradze | Leko Tatasheli | Levan Abashidze | Nikusha Chachanidze | Zura Kipshidze Elisbar Chereteli | Rusudan Kvlividze Thekla Chereteli | Ruslan Miqaberidze Shalva Chereteli | Lili Ioseliani Elfimiya Chereteli | Teimuraz Dzhaparidze Georgi Ozcheli | Ketevan Orakhelashvili Guranducht | Zinaida Kverenchkhiladze Gulkan | Chabua Amiredjibi David Itrieli | Teimuraz Bichiashvili Rostom | Levan Turmanidze | Musik: Gustav Mahler | Kamera: Levan Paatashvili

im Hauptwettbewerb – wurde mit silbernem Berliner Bären für die beste Regie ausgezeichnet.

40. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 09. – 20. FEBRUAR 1990

FORUM | CHRONIK DER EREIGNISSE AM 9. APRIL 1989 IN TBILISSI | REGIE: ELDAR SHENGELAIA | UdSSR | Georgien 1989 | 80 Min

41. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 15. – 26. FEBRUAR 1991

FORUM | DER TAG | REGIE: LEWAN GLONTI | THE DAY | UdSSR 1989 | 70 Min | MIT: Ilo Glonti Gia Kankawa Giorgi Kwawilaschwil

42. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 13. – 24. FEBRUAR 1992

FORUM | NÄCHTLICHE TANZ | REGIE: ALEKO ZABADSE | Georgien 1991 | BUCH: Aleko Zabadse | Kamera: Leri Matschaidse | Schnitt: Lali Kolchidaschwili | Musika: Awto Nazaraschwili Mit: Surab Begalischwili | · Amiran Amiranaschwili

FORUM | DORT BEI UNS | REGIE: ZAZA KHALVASHI | Georgien 1990, 75 Min | MIT: Nino Koberidze, Natasha Shengelaya, Lali Meskhi, Giorgi Akhvlediani, Berdia Intskirveli, Givi Chuguashvili, Zurab Tsintsqiladze, Zurab Sturua, Giorgi Bartaia, Roland Kakauridze, Sulkhan Turmanidze, Tamta Khalvashi, Gvantsa Turmanidze, Irakli Palavandishvili, Konstantine Pataraia, Nana Kikvadze, Tsira Abzianidze, Nunu Khinikadze, Ezuli Diasamidze, Merab Chiqovani, R. Berala

WETTBEWERB | DER ERWÄHNTE | REGIE: MICHAIL KALATOSISHVILI | Georgien 1991 | MIT: Avtandil Macharadse Nineli Tschankwetadse

43. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 11. – 22. FEBRUAR 1993

WETTBEWERB | DIE SONNE DER WACHENDEN | REGIE: TEMUR BABLUANI | Georgien 1992, 123 Min | MIT: David Kasischwili | Elgudsha Burduli | Eka Saataschwili | Für besondere künstlerische Leistung – für humanistische und hoffnungsvolle Interpretation gesellschaftlicher und persönlicher Krisen mir silbernem Berliner Bären ausgezeichnet.

FORUM | DER WALZER AUF PETSCHORA | REGIE: LANA GOGOBERIDZE I Georgien 1992 | 108 Min | MIT: Guram Pirtskhalava | Nino Surguladze | Marika Chichinadze Sowjetunion 1937, zur Zeit des stalinistischen Staatsterrors. In diesem Kontext erzählt der Film in zwei parallelen Handlungssträngen von einer sogenannten ›Ehefrau eines Volksfeindes‹, die verbannt im Norden Russlands leben muss und von einem 13-jährigen Mädchen, das aus dem Waisenhaus flieht und in die elterliche Wohnung zurückkehrt, in der sich ein KGB-Offizier niedergelassen hat. Er bietet ihr Zuflucht und unterschreibt damit sein eigenes Todesurteil.

Foto: Ausschnitte aus dem Film » Der Walzer auf Petchora Text: kinemathek-karlsruhe.de

44. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 10. – 21. FEBRUAR 1994

PANORAMA | EXPREß-INFORMATION | REGIE: ELDAR SHENGELAIA | Georgien / Deutschland 1993, 100 Min | MIT: Zurab Kipshidze Tamaz Khutsishvili Nana Shonia

45. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 09. – 20. FEBRUAR 1995

FORUM | SEULE, GEORGIE | REGIE: OTAR IOSELIANI | Frankreich / Deutschland 1994, 240 Min

47. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 13. – 24. FEBRUAR 1997

PANORAMA | FRIEDHOF DER TRÄUME | REGIE: GIORGI CHAINDRAVA | Georgien 1996, 90 Min | MIT: Giorgi Nakaschidse Batscho Batschukaschwilin Tamas Berejiani

51. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 07. – 18. FEBRUAR 2001

FORUM | LOST KILLERS | Deutschland 2000, 100 Min | REGIE: DITO TSINTSADZE | MIT: Misel Maticevic Franca Kastein Lasha Bakradze N. Seelig

55. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 10. – 20. FEBRUAR 2005

PANORAMA | AUF AUGENHÖHE | REGIE: GEORGE OVASHVILI | Georgien 2003 Länge 13 Min | Ein Mädchen, ein Junge, die erste große Liebe, die ersten richtig großen Gefühle, der erste gemeinsame Ausflug in die Berge. | BUCH: Georgy Ovashvili | KAMERA: Giorgi Gersamia | KAMERAFÜHRUNG: Varlam Karchxadze | TON: Madona Tevzadze MUSIK: Gio Tsintsadze

58. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 07. – 17. FEBRUAR 2008

BERLINALE SHORTS | SECOND HAND SALE | REGIE: TEMUR BUTIKASHVILI | Georgien 2007, 25 Min | MIT: Mikheil Djodjua Nato Giorgadze | Eine absurde Komödie über einen Trinker in Georgien, der nach und nach seine ganze Habe verkaufen muss, um seine Miete bezahlen zu können. Eines Nachmittags muss er auch seinen geliebten Kühlschrank hergeben. Der Nachmittag endet in einer Orgie und mit Blick auf „Evas Vagina“. – Eine Annäherung an harte Zustände in einem real existierenden postsowjetischen Land.

59. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 05. – 15. FEBRUAR 2009

GENERATION | DAS ANDERE UFER | REGIE: GEORGE OVASHVILI | GEO | KZ | 2009 | 90 Min. | Tedo ist zwölf. Er lebt gemeinsam mit seiner jungen Mutter Keto in einer abgeschiedenen Hütte außerhalb von Tiflis. Tedo und Keto sind Flücht­linge aus Abchasien. Tedos Vater muss­ten die beiden zurücklassen, sein Herz war zu schwach, als dass er die anstrengende Reise hätte auf sich nehmen können. Inzwischen ist Tedo Lehrling in einer Autoreparaturwerkstatt, Keto arbeitet als Verkäuferin. Der Junge leidet sehr darunter, dass er zum Lebensunterhalt nur wenig beitragen kann, und auch der Lebenswandel seiner Mutter bereitet ihm große Probleme. Als er entdeckt, dass sie einen Liebhaber hat, ist das zu viel für Tedo. Er fasst den Entschluss, zu seinem Vater nach Abchasien zurückzukehren.

Foto: Ausschnitte aus dem Film » Das andere Ufer «

60. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 11. – 21. FEBRUAR 2010

GENERATION | SUSA | REGIE: RUSUDAN PIRVELI | Georgien 2010, 78 Min | BUCH: Giorgi Chalauri KAMERA: Mirian Shengelaia Irakli Geleishvili SCHNITT: Rusudan Pirveli Zviad Alkhanaidze | SZENENBILD: Guram Navrozashvili | Susa ist zwölf Jahre alt, und wie jeder andere Junge in diesem Alter liebt er Spiele, außerdem hat er ein Faible für bunte Glasscherben. Sein Alltag ist eher trist. Er jobbt bei einem illegalen Schnapsbrenner, für den er Wodka ausliefert. Er bezahlt seinen Anteil an die Straßenräuber, damit sie ihn in Ruhe lassen, und er hat ein waches Auge auf die Polizisten, die hin und wieder auftauchen. Eines Tages erfährt Susa von seiner Mutter, dass sein Vater nach langer Abwesenheit endlich nach Hause kommen wird. Susa hofft, dass jetzt alles besser wird und der Vater ihn und seine Mutter mit zu sich nimmt.

BERLINALE TALENT CAMPUS | REFLECTION | REGIE: GIORGI MREVLISHVILI | Deutschland 2010 | 11 Min | Ushguli, das sich im kaukasischen Oberswanetien, nordwestlich von Tbilisi befindet, ist eines der schönsten Orte Georgiens. 2200 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, ist das Unesco Weltkulturerbe eines der höchsten Bergdörfer Europas. Reflection portraitiert die Einwohner dieses abgelegenen und magischen Ortes, fern der modernen, digitalen Welt, während einer eigens für sie organisierten Filmvorführung. Bild für Bild stellt die Open-Air-Vorführung den Versuch dar, unverstellte menschliche Emotionen abzubilden.

63. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 07. – 17. FEBRUAR 2013

PANORAMA | EINE FALTE IN MEINER DECKE | REGIE: ZAZA RUSADZE | Georgien 2013 Länge | 75 Min. | KAMERA: Goga Devdariani | SCHNITT: Tamuna Karumidze | MUSIK: Natalie Beridze, Kai Lillich | SZENENBILD: Wouter Zoon | KOSTÜM: Polina Rudchik | Dimitrij unternimmt immer wieder einsame Kletterexkursionen. Er flieht vor der zermürbend surrealen Konformität der georgischen Kleinstadt, in der er lebt, und dem eintönigen Alltag im Justizgebäude, in dem er arbeitet. Dort regiert sein Vater als Richter ebenso despotisch wie zu Hause am Abendbrottisch. Als ein Fremder mit Namen Andrej auftaucht, überredet Dimitrij ihn, sich seinen Kletterausflügen anzuschließen. Immer enger zieht er den Mann in seinen Kosmos hinein, entschlossen, ihn zu seinem Freund machen. Dann ist Andrej verschwunden. Als Dimitrij alles verloren glaubt, folgt er, von seiner Fantasie getrieben, rätselhaften Spuren

PRODUKTION Zazarfilm Tblisi, info@zazarusadze.com | WELTVERTRIEB Media Luna New Films Köln | info@medialuna.biz | Foto: Ausschnitte aus dem Film » Eine Falte in meiner Decke « Text: Berlinale Programm

63. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 07. – 17. FEBRUAR 2013

FORUM | DIE LANGEN HELLEN TAGE | REGIE: NANA EKVTIMISHVILI & SIMON GROß | Deutschland/Georgien/Frankreich 2013 Länge 102 Min. | Tbilissi im Jahre 1992. Die Sowjetzeit ist vorüber, Georgien ist auf sich selbst gestellt, in der Provinz Abchasien herrscht Bürgerkrieg. Für Natia und Eka, die erst 14-jährigen Heldinnen von Grzeli nateli dgeebi, geht die Kindheit zu Ende. Eka wächst ohne ihren Vater auf, sie rebelliert gegen die besorgte Mutter und die ältere Schwester. Bei Natia terrorisiert der cholerische, trunksüchtige Vater die Familie. Frieden finden die beiden Freundinnen aber auch draußen nicht, in der Schule, auf der Straße, in der Schlange vor der Brotausgabe. Chaos, Unsicherheit, Zukunftsangst regieren den Alltag. Ein Verehrer schenkt Natia eine Pistole mit einem einzigen Schuss Munition. Wenig später wird Natia von einem anderen Verehrer entführt. Foto: Ausschnitte aus dem Film » In Bloom « Text: Berlinale Programm

64. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 06. – 16. FEBRUAR 2014

PANORAMA | BRÄUTE | REGIE: TINATIN KAJRISHVILI | Georgien / Frankreich 2014, 94 Min | MIT: Mari Kitia | Giorgi Maskharshvili | Weltvertrieb Rezo Films | Die Näherin Nutsa heiratet ihren Freund Goga, den Vater ihrer Kinder. Die Zeremonie ist kurz: Beide unterschreiben, dann muss Nutsa wieder gehen. Goga sitzt im Gefängnis, er wird noch über sechs Jahre drin bleiben. Durch die Hochzeit erwirbt Nutsa die Berechtigung, einmal im Monat mit Goga durch eine Scheibe zu sprechen. Die Kinder wollen beim nächsten Termin nicht mehr mit, ihr Vater ist ihnen fremd geworden. Bei der Arbeit lernt Nutsa eines Tages einen Mann kennen. In diesem Augenblick ruft Goga an. Im Gefängnis gibt es eine Neuerung: Verheiratete dürfen über Nacht mit ihren Ehepartnern zusammen bleiben. Nutsa zieht das Kleid an, das sie bei ihrem ersten Date trug. Doch die plötzliche Nähe ist für Nutsa und Goga ungewohnt …

FORUM | BLIND DATES | REGIE: LEVAN KOGUASHVILI | GEO | 2013 | 99 Min. | Drehbuch: Boris Frumin, Levan Koguashvili in Zusammenarbeit mit Andro Sakvarelidze | Kamera Tato Kotetishvili | MIT: Andro Sakhvarelidze | Ia Sukhitashvili | Archil Kikodze | Weltvertrieb Films Boutique | Mit 40 Jahren lebt der Lehrer Sandro noch immer bei seinen Eltern, die sich ständig in sein Privatleben einmischen. Die Blind Dates, zu denen ihn sein Freund Iva drängt, interessieren ihn kaum. Bei einem Ausflug ans Schwarze Meer verliebt er sich auf einmal in die Friseurin Manana. Als deren Ehemann Tengo vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird, nimmt Sandros Schlamassel absurde Dimensionen an. Er gerät in wüste Familiendispute und sieht sich gezwungen, die von Tengo geschwängerte Natia bei seinen Eltern einzuquartieren

Foto: Ausschnitte aus dem Film » Blind Dates « Text: Berlinale Programm

67. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 09. – 19. FEBRUAR 2017

FORUM | MEINE GLÜCKLICHE FAMILIE | REGIE: NANA EKVTIMISHVILI & SIMON GROß | Deutschland | Georgien | Frankreich | 2017 | 120 Min. | MIT: Ia Shugliashvili | Merab Ninidze | Berta Khapava | Tsisia Kumsishvili | Giorgi Khurtsilava | Die 52-Jährige Manana hat ihre Familie verlassen. Ohne Begründung. Ohne Streitereien. Tatsächlich scheint es keine konkreten Gründe für ihren Auszug zu geben. Wird sie nach dem Warum gefragt, schweigt sie und gibt die Frage zurück. Es ist eher das Gefüge der Familie an sich, dem sich Manana entziehen will. Die Rollen, die man zu spielen hat, die Funktionen, die man übernimmt, damit der Betrieb läuft, die aber auch dazu führen, dass man selbst untergeht oder übersehen wird. Nun sitzt Manana am offenen Fenster, spielt Gitarre und singt georgische Lieder. Deren melancholischer Rhythmus fließt in den Film ein. Wann immer ihre Wege sie in die alte Familienwohnung führen, scheint alles beim Alten zu sein, die Großmutter backt Huhn, der Großvater denkt über den Tod nach, die erwachsenen Kinder warten darauf, dass ihr Leben endlich losgeht, ihr Ehemann Soso raucht Kette, und der Kleiderschrank quietscht nach wie vor.

Foto: Ausschnitte aus dem Film » Meine glückliche Familie « Text: Berlinale Programm

LOLA BERLINALE | GOD OF HAPPINESS | REGIE: DITO TSINTSADZE | DEU | FR | GEO | 2015 | MIT: Lasha Bakradze, Nadeshda Brennicke, Elie James Blezes, Tina Meliava Giorgi, georgischer Auswanderer und Möchtegernschauspieler wurschtelt sich seit einigen Jahren erfolglos durchs Leben. Zusammen mit dem Afrikaner NGUDU bewohnt er eine verfallene Baracke in einem Industriegebiet am Rande Stuttgarts. Sein festgefahrenes Leben wird mit einem Mal durcheinander gewirbelt als seine Tochter TINA, die er seit der Scheidung von seiner Frau nicht mehr gesehen hat, ihren Besuch ankündigt

GENERATION KPLUS | LI.LE | REGIE: NATIA NIKOLASHVILI | Georgien 2017 | Ohne Dialog | 10 Min | Produktion: Vladimer Katcharava | Schnitt: Nikoloz Ghoghoberidze | Animation: Natia Nikolashvili | Ton: Beso Kacharava | Buch: Natia Nikolashvili | www.20steps.ge | Dunkel und kalt ist es im Zauberwald, kein Sonnenstrahl dringt durch den dichten Nebel. Die Pflanzen sind verwelkt, die Seen zugefroren. Hier scheint sich kein Leben mehr zu regen. Nur ein Mädchen und ein Hirsch wandern durch die eisige Landschaft. Wonach suchen sie? In stimmungsvollen Aquarellen erschafft Natia Nikolashvili eine märchenhafte Welt und erzählt eine Geschichte, so faszinierend und rätselhaft wie ein Traum.

Foto: Ausschnitte aus dem Film » LI.LE« Text: Berlinale Programm

FORUM | CITY OF THE SUN | REGIE: RATI ONELI | Georgia | USA |The Netherlands | Qatar | 2017 | 104 Min. | Dokumentarische Form | BUCH: Dea Kulumbegashvili, Rati Oneli | KAMERA: Arseni Khachaturan | SCHNITT: Ramiro Suarez | Einst wurden in den Minen Tschiaturas bis zu 50 Prozent des weltweit benötigten Metalls Mangan gefördert. Heute wirkt der westgeorgische Ort wie eine apokalyptische Geisterstadt. Mzis qalaqi porträtiert einige verbliebene Einwohner: Musiklehrer Zurab zerlegt marode Betonbauten, um mit den Eisenträgern ein Zubrot zu verdienen. Archil arbeitet noch im Bergwerk, seine Leidenschaft gilt jedoch einer Laientheatergruppe. Zwei junge Athletinnen trainieren trotz Mangelernährung stoisch für die nächsten Olympischen Spiele.

Foto: Ausschnitte aus dem Film » CITY OF THE SUN« Text: Berlinale Programm

68. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN 15. – 25. FEBRUAR 2018

LOLA AT BERLINALE | MEINE GLÜCKLICHE FAMILIE | REGIE: NANA EKVTIMISHVILI & SIMON GROß | Deutschland | Georgien | Frankreich | 2017 | 120 Min. | | Am Abend ihres 52. Geburtstags verkündet die Literaturlehrerin Manana ihrer völlig überraschten Familie, dass sie Raum für sich benötigt und daher ausziehen wird – nachdem sie 30 Jahre lang mit ihrem Mann verheiratet ist und zusammen mit diesem, ihren Eltern und ihren zwei erwachsenen Kindern samt einem Schwiegersohn in einer Drei-Zimmer-Wohnung in Tbilisi lebt.

PANORAMA | HORIZON | REGIE: TINATIN KAJRISHVILI | Georgien | Schweden 2018 | 105 Min Weltpremiere | Buch Tinatin Kajrishvili, David Chubinishvili | Kamera Irakli Akhalkatsi | Montage Irakli Akhalkatsi | Musik George Khalvashi | Radikaler hätte der Wandel in Giorgis Leben nicht ausfallen können. Die Stadt, die Kunst, sein geregeltes bürgerliches Leben und seine Ehe mit Ana liegen hinter ihm. Nun ist er allein. Auf einer kleinen, kargen Insel in einer einfachen Hütte am Meer

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