Einband unter Verwendung eines Gemäldes von Karlo Kacharava.

Aka Mortschiladse

Aka Mortschiladse geb.1966 in Tbilissi, ist einer der bekanntesten georgischen Schriftsteller der Gegenwart. Er studierte Geschichte an der Staatlichen Universität Tbilissi.

Nach seinem Examen 1988 arbeitete er mehrere Jahre an der Hochschule. Anfang der 1990er Jahre war er Parlamentsreporter der Tifliser Tageszeitung Resonansi, er schrieb auch für Boulevardblätter.

Bisher hat er über 20 Romane und zwei Kurzgeschichtenbände veröffentlicht und gewann in Georgien zahlreiche Literaturpreise, zuletzt für »Obolé« den Saba-Preis für den besten Roman des Jahres 2011. Er lebt und arbeitet in London

Der Filmvorführer

Nino Haratischwili wurde 1983 in Tiflis, Georgien, geboren. Sie ist preisgekrönte Theaterautorin, -regisseurin und Autorin | 1998 gründete sie an ihrer Schule eine deutsch-georgische Theatergruppe, das spätere ”Fliedertheater”, leitete es bis 2003. Von 2000 bis 2003 studierte sie Filmregie an der Staatlichen Schule für Film und Theater in Tiflis. 2003 kam sie nach Deutschland und absolvierte bis 2007 ein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg. Sie lebt als freie Regisseurin und Autorin in Hamburg.

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Santa Esperanza

Aka Mortschiladses meisterhafte Persiflage auf seine Heimat Georgien entführt den Leser in die faszinierende Welt der imaginären Santa-Esperanza. Inseln im Schwarzen Meer. Der Archipel versinkt nach der Entlassung in die Unabhängigkeit durch die »Anglesen« im Bürgerkrieg. Die arroganten Wisramiani, die einflussreichen genuesischen Händler Da Costa und die barbarischen Sungalen kämpfen erbarmungslos um die Macht. Und der greisen Agatia, Nachfahrin des einstigen Machthabers, gelingt es nicht, für Frieden zu sorgen. Aus unzähligen Fragmenten – Mythen und Sagen, uralten Chroniken, Tagebucheinträgen, Liebesgeschichten, Flaschenpost, aber auch E-Mails, Zeitungsartikeln und Reiseberichten sowie mit allerlei literarischen Anspielungen von Shakespeares »Romeo und Julia« über die Brüder Kain und Abel bis hin zu Stevensons »Schatzinsel« gespickt, erschafft er einen farbenprächtigen Kosmos.

Erscheinungsjahr 2017 | Übersetzung: Natia Mikeladse-Bachsoliani | Mitteldeutscher Verlag

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Reise nach Karabach

Reise nach Karabach ein spannender Roadtrip, der Anfang der Neunzigerjahre zwei junge Georgier in einem Lada nach Aserbaidschan führt. | Tiflis 1992: Die Regierung von Swiad Gamsachurdia ist zerbrochen, der Präsident außer Landes geflohen. Es herrscht Anarchie, paramilitärische Einheiten der Sakartwelos Mchedrioni (Georgische Reiter) patrouillieren durch Tiflis. In dieser Situation läßt sich der junge Georgier Gio von seinem ausgeflippten Freund Gogliko dazu überreden, in seinem Lada mit ihm nach Aserbaidschan zu fahren. Dort wollen sie günstig Drogen einkaufen und nach Georgien schmuggeln. Der Plan ist, noch am selben Abend zurück zu sein. Die Verhältnisse in der Region sind jedoch verworren, Bürgerkrieg und Chaos erschweren und erleichtern zugleich ihr Vorhaben. Gio und Gogliko müssen zahlreiche Grenzen und Straßensperren passieren, Mittelsmänner aufsuchen und zu allem Überfluß den richtigen Weg durchs dunkle Niemandsland finden. Als sie die Orientierung völlig verloren haben und plötzlich auf sie geschossen wird, nimmt der Ausflug eine spannende Wendung

Erscheinungsjahr: 2018 | Übersetzung: Iunona Guruli | Weidle Verlag

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Obolé 

Eine Liebeserklärung an Georgien | Irakli lebt in Tbilissi, als er eines Tages aus seiner kleinen Heimatstadt in der Nähe der wilden Berge von Swanetien eine Nachricht erhält: Sein altes Haus droht einzustürzen und das Dach muss dringend repariert werden. Während der wenigen Tage, die Irakli im Haus seines Großvaters verbringt, ist er von Erinnerungen, von der wechselhaften Geschichte und den Geschichten des Ortes überwältigt. Auf dem Dachboden entdeckt er die längst vergessene Obolé, eine alte, wunderschön gearbeitete Steinschlossflinte, von der keiner weiß, wann sie ihren letzten Schuss abgefeuert hat. In Friedenszeiten und wenn es keine Kinder im Haus gab, hing sie an der teppichbedeckten Wand des Wohnzimmers. Obolé stammt aus einer Zeit, als Gewehre noch Frauen glichen, und Irakli fühlt sich zu ihr hingezogen wie zu einer schönen Frau – und man muss sich nicht wundern, wenn sie doch noch einen Schuss abfeuert … | Eine Geschichte voller Nostalgie und Wehmut, meisterhaft erzählt und 2012 mit dem Saba-Preis für den besten Roman des Jahres ausgezeichnet.

Erscheinungsjahr: 2018 | Übersetzung: Natia Mikeladse-Bachsoliani | Mitteldeutsche Verlag

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Schatten auf dem Weg

Ein lebendiges Bild der Sowjet-Epoche in Georgien | Neben seinen erfolgreichen Romanen schreibt Aka Mortschiladse auch Dokumentarliteratur. In seinem 2014 erschienenen Buch »Der Schatten auf dem Weg« nimmt er die sowjetische Vergangenheit von Georgien, genauer genommen aber der Hauptstadt Tbilissi in den Blick. Als Gerüst dienen ihm dabei literarische Texte, Filme und Protagonisten aus dieser Zeit. So deckt er indirekt den Einfluss der Kunst, insbesondere des Films, auf den Alltag und die Beziehungen der Menschen sowie auf das Verhalten der Tbilisser Jugendlichen in der Sowjetunion auf. Das ehemalige Nobelviertel von Tbilissi, Vake, spielt eine besondere Rolle: Als urbanes Produkt der Sowjetepoche waren und sind dieses Viertel und seine Umgebung ein kompliziertes Gewirr sozialer und geografischer Beziehungen. Mortschiladse endet mit dem Zerfall der Sowjetunion. Er führt den Leser nicht weiter in die viel schwierigeren neunziger Jahre und lässt keinerlei Nostalgie aufkommen, sondern schließt mit der Hoffnung auf ein besseres Georgien.

Erscheinungsjahr 2018 | Übersetzung: Natia Mikeladse-Bachsoliani |Mitteldeutscher Verlag

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2020-06-12T16:45:44+02:00

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