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Purpurrot – Lyriklesung mit Bela Chekurishvili

„Wir, die Apfelbäume – wozu blühen wir überhaupt? Wie kommt Sisyphos zu seinem Stein, wie hat Salome das Tanzen gelernt? Und wenn einer sein Kreuz trägt und klagt – was sagt das Kreuz dazu? Bela Chekurishvilis Gedichte gehen vielen Fragen nach. Die Fragwürdigkeit des Lebens, seiner Einrichtungen und Übereinkünfte, ist ein zentrales Motiv ihres Schreibens. Bela Chekurishvili gehört zur »Wende«-Generation in der georgischen Literatur – aufgewachsen unter dem Sowjetstern und dann hineingestellt in die plötzliche Freiheit eines Landes. Ihre Gedichte sind getragen von einem Aufbegehren gegen die reiche Formtradition der georgischen Dichtung und doch zugleich von ihr gespeist“

Bela Chekurishvili, geboren in Gurjaani (Georgien), hat georgische Sprache und Literatur an der Universität Tbilisi studiert. Sie hat als Kulturjournalistin für verschiedene georgische Zeitschriften und Zeitungen,gearbeitet und ist Doktorandin für Komparatistik an der Universität Tbilisi, zurzeit studiert sie an der Universität Bonn.

Sie ist Autorin von mehreren Lyrikbänden. Ihre Gedichte wurden in zahlreichen Anthologien veröffentlicht und ins Deutsche, Englische, Französische, Italienische und Russische übertragen.

2016 wurde in Georgien ein Band mit Kurzgeschichten „Rheinische Aufzeichnungen“ bei Intelekti verlegt. Auch ihr letzter georgischer Lyrikband „Detektor der Nacktheit“ erschien 2017 bei diesem Verlag.
In Deutschland wurden erstmals 2015 vier Gedichte in der Anthologie „Aus der Ferne – Neue Georgische Lyrik“ von der Corvinus Presse Berlin publiziert.
Im Verlag Wunderhorn erschien 2016 der Gedichtband „Wir, die Apfelbäume“ und 2018 der Gedichtband „Barfuß“, jeweils in der Übersetzung von Norbert Hummelt.

Auch wurden einige Gedichte in das Jahrbuch der Lyrik Schöffling 2017 und in den Almanach für Kunst und Literatur COMMON SENSE Edition Augenweide 2017 aufgenommen.

Ein Gedicht wurde in der „Grand Tour: Reisen durch die junge Lyrik Europas“ Hanser 2019 veröffentlicht.