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von NINO HARATISCHVILI
Theaterfassung von Konstanze Lauterbach / Mitarbeit Bettina Jantzen

 

Niza, die Ururenkelin eines georgischen Schokoladenfabrikanten, entwirft für ihre Nichte Brilka die atemberaubende Geschichte ihrer Familie. Ein Jahrhundert der Revolution, des Krieges und Terrors, der Utopien und Revolten brennt sich in die Lebensgeschichten ein. In die von Stasia, die stoisch den Zeiten trotzt, und ihrer bildschönen Schwester Christine, deren Liaison mit der Macht fatale Folgen hat. In die der Kinder Stasias, Kostja und Kitty – er verfällt den Verlockungen der Sowjetmacht, sie verliert alles und findet im Exil eine Stimme. In die Elenes, deren Aufbegehren im starren System ihres Vaters Kostja missglückt, und ihrer Töchter Daria und Niza, die haltlos in chaotischen Zeiten bleiben. Allen bleibt die Erfüllung ihrer Träume verwehrt. Niemand in der Familie scheint das Glück dauerhaft halten zu können. Aber vielleicht gelingt das doch Brilka, dem achten und jüngsten dieser Leben?

 

Die Regisseurin Konstanze Lauterbach begeistert seit Jahren durch bildstarke und expressive Schauspiel- wie Operninszenierungen. Sie bringt das 2014 erschienene und gefeierte Familienepos der 1983 in Tbilissi geborenen Autorin Nino Haratischwili in einer eigenen Theaterfassung auf die Bühne. Die verdichtete Essenz dieser großen Jahrhundertgeschichte verdeutlicht, wie tiefgehend politische Verhältnisse die privaten prägen, welche nachhaltigen Spuren Offenheit oder Geschlossenheit der politischen Situation in den zwischenmenschlichen Beziehungen hinterlässt – und das über Generationen hinweg.

 

MIT Ulrike Beerbaum, Andrea Casabianchi, Rita Feldmeier, Marie-Therése Fischer, Guido Lambrecht, Arne Lenk, Franziska Melzer, Kristin Muthwill, Tina Schorcht, Paul Sies, Andreas Spaniol, Henning Strübbe, Alina Wolff, Elena Iris Fichtner, Celina Schneider, Anna Lena Werner, Jan-Robert Frank, Tino Magyar, Paul Morat, Luise Baumgart, Johanna Hildebrandt, Gustav Heinlein, Leory Nowakowski

 

REGIE & KOSTÜME Konstanze Lauterbach BÜHNE Ariane Salzbrunn MUSIK Achim Gieseler DRAMATURGIE Bettina Jantzen